Cobalamin: Synthetisches und natürliches Vitamin B12

17. Mai 2019
6 Min.

Cobalamin ist nicht gleich Cobalamin. Vor allem aufgrund der Tatsache, dass es sowohl synthetisches und als auch natürliches Vitamin B12 gibt, fällt es durch die Auswahl mitunter leichter, den Tagesbedarf an Cobalamin zu decken. Denn Nahrungsergänzungsmittel enthalten in der Regel synthetisches Vitamin B12. Doch worin unterscheiden sich die verschiedenen Vitamin B12-Formen wie Methylcobalamin oder Cyanocobalamin?

Eine Waage symbolisiert das natürliche wie synthetische Vorkommen von Vitamin B12

Was ist Cobalamin?

Cobalamin ist der fachsprachliche Begriff für Vitamin B12, welches Ihrem Körper von großem Nutzen ist. Unter anderem sorgt Cobalamin für

  • eine gute Blutbildung,
  • einen gesunden Energiestoffwechsel,
  • eine zuverlässige Immunabwehr und
  • funktionstüchtige Nerven.

Cobalamin gehört zu den Stoffen, die Ihr Körper nicht selbst herstellen kann, obwohl er sie dringend benötigt. Das wertvolle Vitamin B12 gelangt über die Nahrung in den Organismus. Natürliches Vitamin B12 ist hauptsächlich in tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Eiern oder Milch enthalten. Cobalamin ist jedoch auch künstlich erzeugbar. Synthetisches Vitamin B12 findet häufig in Nahrungsergänzungsmitteln Verwendung.

Cobalamin bei Veganern

Da Veganer sich dazu entschlossen haben, auf tierische Produkte zu verzichten, gibt es für sie nur wenige Möglichkeiten, Cobalamin über die Nahrung zu sich zu nehmen. Zu den Vitamin B12 haltigen Lebensmitteln, die für Veganer geeignet sind, gehören Algen. Jedoch befindet sich verhältnismäßig wenig verwertbares Vitamin B12 darin. Eine weitere Option, um die täglich benötigte Menge an Cobalamin zu erreichen, sind darüber hinaus Nahrungsergänzungsmittel.
Cobalamin gehört zu den Stoffen, die Ihr Körper nicht selbst herstellen kann, obwohl er sie dringend benötigt. Das wertvolle Vitamin B12 gelangt über die Nahrung in den Organismus. Natürliches Vitamin B12 ist hauptsächlich in tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Eiern oder Milch enthalten. Cobalamin ist jedoch auch künstlich erzeugbar. Synthetisches Vitamin B12 findet häufig in Nahrungsergänzungsmitteln Verwendung.



Obwohl die Leber die Fähigkeit besitzt, Cobalamin zu speichern, ist es möglich, dass es zu einem Vitamin B12-Mangel kommt. Dieser äußert sich mitunter durch Symptome wie etwa Kraftlosigkeit, Blässe, mangelnde Konzentrationsfähigkeit oder Schwindel. Daher ist es empfehlenswert, den Tagesbedarf an Cobalamin zu decken. Dieser liegt bei einem Erwachsenen bei 4 Mikrogramm Vitamin B12.1

– Anzeige –

b12-ankermann-dragees

– Anzeige –

b12-ankermann-dragees

Cyanocobalamin – das synthetische Vitamin B12

Cyanocobalamin gehört zu den bekanntesten Formen von Vitamin B12. Der Körper ist nicht dazu in der Lage, diese Variante von Cobalamin selbst zu erzeugen. Wissenswert: Auch in Lebensmitteln ist dieser Stoff nicht vorzufinden. Deshalb handelt es sich bei Cyanocobalamin um kein natürliches Vitamin B12.

Synthetisch – also künstlich – herstellen, lässt sich Cyanocobalamin im Labor. Es existieren Mikroorganismen, welche den Stoff Hydroxocobalamin produzieren. Aus dieser Substanz können Wissenschaftler wiederum, in chemischen Verfahren, Cyanocobalamin gewinnen.

Für den Körper kann Cyanocobalamin gut sein. Unter anderem ist es von Vorteil für

  • die Zellproduktion,
  • das Wachstum sowie
  • die Blut – und
  • Nervenfunktion.

Mit Cyanocobalamin versuchen viele Menschen einen Vitamin B12-Mangel bestmöglich zu vermeiden. Vielleicht haben auch Sie schon Cyanocobalamin zu sich genommen? Denn diese Variante von Cobalamin befindet sich in den meisten B12-Nahrungsergänzungsmitteln. Mit anderen Worten sind Produkte mit Cyanocobalamin bewährt in Sachen regelmäßiges Erreichen des Tagesbedarfs an Vitamin B12.

Methylcobalamin: Natürliches Vitamin B12

Ein bekanntes, natürliches Vitamin B12 ist Methylcobalamin. Denn der Körper kann mit dieser Form von Cobalamin direkt arbeiten. Hingegen geht das beispielsweise mit Cyanocobalamin nicht, denn dieses muss zur weiteren Verwendung unter anderem in Methylcobalamin aufgespalten werden.

Da Methylcobalamin ein natürliches Vitamin B12 ist, lässt es sich in Form von Lebensmitteln dem Organismus zufügen. Zu den essbaren Produkten, die viel Methylcobalamin aufweisen, gehören vor allem verschiedene Käsesorten. Beispielsweise beinhalten 100 Gramm Emmentaler zwei Mikrogramm Vitamin B12.2

Sie fragen sich, wo in Ihrem Körper Methylcobalamin vermehrt vorkommt? In der Regel wirkt dieses Cobalamin im zentralem Nervensystem (bestehend aus Gehirn und Rückenmark) sowie in den Zellen. Darüber hinaus hat der Körper die Möglichkeit, in der Leber Mengen an Methylcobalamin, die den Tagesbedarf an Cobalamin überschreiten, zu speichern. So kann der Organismus auf seine Vorratskammer zurückgreifen – sollte einmal nicht genügend Vitamin B12 aufgenommen worden sein. Es ist daher nicht bedenklich, wenn eine Person etwas mehr als die täglich benötigte Menge an Methylcobalamin verzehrt.

Gut zu wissen

Methylcobalamin hat die besondere Fähigkeit, im Zellkern Folsäure zu reaktivieren. Auch Folsäure ist ein Vitamin, auf das ein Mensch nicht verzichten sollte. Unter anderem enthalten Spinatblätter die wertvolle Substanz. Wenn sich kein Methylcobalamin in den Zellen befindet, ist es dem Körper nicht möglich, Folsäure für sich brauchbar zu machen. Es kann dann schlimmstenfalls zu Problemen wie etwa Schäden an den Nerven, Zellteilungsstörungen oder Blutarmut – äußert sich unter anderem durch Blässe – kommen. Menschen, die auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten, haben jedoch eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit dafür, dass bei ihnen derartigen Konsequenzen in Erscheinung treten.

Regina Lopes Bombinho Brandt
Medizinredakteurin und Kommunikationswissenschaftlerin
E-Mail schreiben