Vitamin B12 in Kombination mit anderen Vitalstoffen

28. September 2018
6 Min.

Vitamin B12 ist ein wichtiger Vitalstoff für Ihren Organismus. Auch weil Vitamin B12 in Kombination mit anderen wertvollen Substanzen wie Folsäure, Calcium und Eisen seine Wirkung entfaltet. Erfahren Sie hier, wieso Vitamin B12-Wechselwirkungen ihre Vorteile haben.

Verschiedenes Obst und Gemüse, die wichtige Vitalstoffe enthalten.

Vitamin B12 und andere Vitalstoffe: So sieht die Kombination aus

Vitamin B12 – in Fachkreisen auch Cobalamin genannt – ist ein Vitalstoff, der für Ihre Gesundheit von großem Wert ist. So wirkt es unter anderem bei der Blutbildung, der Zellerneuerung, dem Eiweiß- und Fettstoffwechsel sowie der Erneuerung von Zellen mit. Kein Wunder also, dass ein Vitamin B12-Mangel durchaus auch Folgen mit sich bringt. Zu den charakteristischen Mangelsymptomen zählen zum Beispiel:

  • blasse Haut
  • Konzentrationsstörungen
  • Müdigkeit
  • Abgeschlagenheit

Um einen Mangel zu vermeiden, ist es daher empfehlenswert, mindestens auf die empfohlene tägliche Menge an Vitamin B12 von 3,0 Mikrogramm zu kommen.1 Mit diesem Ziel greifen viele Menschen auch auf Nahrungsergänzungsmittel mit Cobalamin zurück.

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Doch neben dem für Sie so wichtigen Vitamin B12 gibt es natürlich noch weitere wertvolle Vitalstoffe wie Folsäure, Magnesium, Kalzium und Eisen. Interessant ist es zu wissen, dass Vitamin B12 auch in Kombination mit diesen Substanzen reagiert. Man könnte dieses Verhalten als Vitamin B12-Wechselwirkungen mit anderen Stoffen bezeichnen.

Warum kommt es zu Vitamin B12-Wechselwirkungen?

Nicht nur mit Vitamin B12 sind im Körper Wechselwirkungen denkbar. Auch andere Stoffe reagieren in Kombination miteinander. Denn Ihr Stoffwechsel ist eine in sich verwobene Ordnung aus unterschiedlichen Abläufen, die sich ergänzen beziehungsweise aufeinander aufbauen. Daher reagiert keine Substanz – weder Vitamin B12 noch Kalzium, Eisen und Co. – ganz alleine für sich im Organismus. Wechselwirkungen sind aus diesem Grund etwas völlig Natürliches.

Vitamin B12 und Eisen

Vitamin B12 und Eisen haben eine besondere Gemeinsamkeit. Beide Stoffe wirken bei der Blutbildung mit. Im Übrigen besteht Blut unter anderem sogar aus Eisenbestandteilen. Ohne Eisen wäre es Ihnen nicht möglich, zu existieren. Das ist so, weil Blut im Organismus für die Sauerstoffspeicherung und den Sauerstofftransport verantwortlich ist – und wie wir wissen: ohne Sauerstoff kein Leben.

Es ist von Vorteil, wenn Sie auf Ihren Bedarf an Vitamin B12 und Eisen achten. Erwachsene Personen benötigen zwischen 10 bis 15 Milligramm Eisen pro Tag.2 Der essenzielle Nährstoff befindet sich in Lebensmitteln wie etwa (Angaben in Milligramm Eisen pro ein Kilogramm des angegebenen Lebensmittels):

  • Linsen: 80 Milligramm Eisen
  • Spinat: 38 Milligramm Eisen
  • Eier: 20 Milligramm Eisen
  • Rindfleisch: 21 Milligramm Eisen
  • Hühnerfleisch: 12 Milligramm Eisen
  • Himbeeren: 10 Milligramm Eisen3

Ein Eisenmangel in Kombination mit einem Mangel an Vitamin B12 birgt die Gefahr einer verminderten Blutbildung. Zudem kann es im Fall von sehr wenig Cobalamin dazu kommen, dass noch vorhandenes Eisen im Organismus nicht zu Blut verarbeitet wird – es fehlt der „Treibstoff“. Um eine dadurch drohende Blutarmut zu verhindern, hat sich unter anderem eine regelmäßige, ausreichende Aufnahme von Vitamin B12 bewährt – auch in Form von Nahrungsergänzungsmitteln.

Gut zu wissen in Sachen Vitamin B12 in Kombination mit Eisen

Vitamin B12 besitzt mitunter die Fähigkeit, einen Eisenmangel zu vertuschen. Wenn der Körper Eisen aufgrund eines Cobalamin-Mangels nicht mehr zur Blutbildung verwendet, befindet sich dieses unangetastet – in seiner Ursprungsform – im Blutkreislauf.

Bei einem Mangel an Vitamin B12 kann ein Mediziner über das Blutbild nur schwer feststellen, ob Sie auch zu wenig Eisen haben. Denn es liegt in diesem Fall unverarbeitet im Blut. Für Ihren Arzt erscheint es im Blutbild dann so, als wäre Ihr Körper ausreichend mit Eisen versorgt. Deshalb kontrollieren Mediziner bei einem Verdacht auf Eisenmangel auch immer den Vitamin B12-Wert.

Vitamin B12 in Kombination mit weiteren Vitalstoffen

Nicht nur Vitamin B12 und Eisen reagieren miteinander. Vitamin B12 steht auch in Kombination mit weiteren Vitalstoffen. Wechselwirkungen mit B12 gibt es zum Beispiel noch mit den nachfolgenden Substanzen:

  • Vitamin B12 in Kombination mit Folsäure: Unter anderem kann Folsäure zusammen mit Vitamin B12 die Homocystein-Menge senken. Ein erhöhter Spiegel der Aminosäure ist blutgefäßschädigend.
  • Vitamin B12 in Kombination mit Calcium: Der Körper benötigt Calcium beispielsweise, um Vitamin B12 über die Dünndarmwand dem Blutkreislauf beizufügen.
  • Vitamin B12 in Kombination mit weiteren B-Vitaminen: Der Organismus ist nur dazu in der Lage, die Vitamin B12-Varianten Adenosylcobalamin und Methylcobalamin direkt zu verwenden. Andere Cobalamin-Formen müssen daher in die genannten Arten umgewandelt werden. Unter anderem sind dafür weitere B-Vitamine wie Biotin oder Niacin erforderlich.
  • Vitamin B12 in Kombination mit Magnesium: Fehlt Magnesium, ist es dem Körper nicht möglich Cobalamin in benötigtes Adenosylcobalamin umzuwandeln. Dieses ist in den Körperzellen beispielsweise an der Energiegewinnung aus Lebensmitteln beteiligt.

Vielleicht denken Sie jetzt: „Wie soll ich es nur schaffen, den Tagesbedarf all dieser Vitalstoffe zu decken?“ Falls dem so ist, sollten Sie wissen, dass Menschen, die auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten, in der Regel auch weniger anfällig für Mangelerscheinungen sind. Zur Risikogruppe eines Vitamin B12-Mangels gehören unter anderem Veganer und Vegetarier. Denn der Nährstoff befindet sich überwiegend in tierischen Lebensmitteln.

Regina Lopes Bombinho Brandt
Medizinredakteurin und Kommunikationswissenschaftlerin
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