Magnesium und Vitamin B12 — wichtig für Nerven und Muskeln

12. September 2019
7 Min.

Für die Gesundheit braucht jeder menschliche Körper Magnesium und B-Vitamine, wie zum Beispiel Vitamin B12. Gerade Magnesium ist im Körper an einer Vielzahl verschiedener Vorgänge der Muskeln und Nerven beteiligt – sowie generell am Energiehaushalt des Körpers. Lesen sie hier mehr über den Zusammenhang, sowie die Wirkungen von Magnesium und Vitamin B12 auf den Körper und in welchen Lebensmitteln Magnesium enthalten ist.

Magnesium und Vitamins B12 wichtig für Nerven und Muskeln

Deshalb sind Magnesium und Vitamin B12 wichtig für den Körper

Vitamin B12 dient in erster Linie der Energiegewinnung aus zugeführten Lebensmitteln. Außerdem ist das Vitamin an der Bildung von Blut sowie der Erneuerung von körpereigenen Zellen beteiligt und spielt gleichzeitig eine wichtige Rolle beim Eiweiß- und Fettstoffwechsel. Ein Mangel an Vitamin B12 hat dabei weitreichende Auswirkungen und kann beispielsweise zu Mangelsymptomen wie Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit und Abgeschlagenheit führen. Ähnlich den anderen Vitalstoffen wie beispielsweise Folsäure, Calcium oder Eisen tritt auch Magnesium in Wechselwirkung mit Vitamin B12 (Cobalamin). Mithilfe von Magnesium kann der Körper aus Cobalamin Adenosylcobalamin herstellen, das die Kraftwerke der Zellen (Mitochondrien) benötigen.

In Kombination mit Vitamin B12 ist der Mineralstoff Magnesium zum Beispiel an der Aktivierung von lebenswichtigen Enzymen beteiligt. Diese sorgen beispielsweise dafür, dass die Nahrung bei der Verdauung in ihre Bestandteile aufgespaltet und so vom Körper aufgenommen werden kann. Vor allem dient Magnesium jedoch der Steuerung der generellen Muskelfunktionen im Körper.

– Anzeige –

b12-ankermann-dragees

– Anzeige –

b12-ankermann-dragees
Gemeinsam mit Vitamin B12 ist Magnesium auch für einen gesunden Energiestoffwechsel zuständig. Magnesium dient hier dazu, das Molekül (kleinste, aus verschiedenen Atomen bestehende Einheit) Adenosintriphosphat (ATP) zu aktivieren, das als Antrieb der Zellen dient. Nur gemeinsam mit Magnesium kann das ATP seine volle Wirkung entfalten — es trägt also letztendlich zur nötigen Energie bei, die der Körper im Alltag braucht.

Gut zu wissen:
Über die Wirkung von Präparaten mit Magnesium und Vitamin B12 zur Schmerztherapie wird derzeit noch diskutiert. Vor allem in der Naturheilkunde wird den beiden Vitalstoffe eine besondere Wirkung, zum Beispiel gegen chronische Rücken- oder Kopfschmerzen, nachgesagt. Die beiden Stoffe sollen die Schmerzwahrnehmung und -verarbeitung beeinflussen und die Beschwerden deutlich lindern.

Geht es um gesunde Knochen, galt Calcium lange Zeit als essenzieller Nahrungsbestandteil, der außerdem als natürlicher Gegenspieler von Magnesium betrachtet wird. Während eine übermäßige Calcium-Konzentration zu Verspannungen und Krämpfen führt, wirkt Magnesium hingegen muskelentspannend. Der Mineralstoff ist unter anderem dafür verantwortlich, den Calciumgehalt im Muskel zu regulieren, indem er den Zustrom von Calcium reduziert.
Darüber hinaus haben Experten mittlerweile herausgefunden, dass andere Vitalstoffe wie Folsäure und Magnesium, aber auch Vitamin B12, auf ähnliche Weise zur Stabilität und Widerstandsfähigkeit von Knochen beitragen. Es sollte also stets auf eine ausreichende Zufuhr der Vitalstoffe geachtet werden, um mögliche Mangelerscheinungen zu verhindern.

Magnesium und Vitamin B12 in Lebensmitteln

Genau wie Vitamin B12 produziert der Körper den Mineralstoff Magnesium nicht selbst. Er muss vielmehr separat über die Nahrung zugeführt werden. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) liegt die empfohlene Menge an zugeführtem Magnesium für Erwachsene bei einem Wert zwischen 300 und 400 Milligramm pro Tag.1 Diese hängt dabei von Alter beziehungsweise Geschlecht ab. Ebenso ist relevant, ob man gerade schwanger ist oder sein Kind stillt.

Bezüglich des Vorkommens von Vitamin B12 ist zu erwähnen, dass es in den meisten tierischen Lebensmitteln enthalten ist. In pflanzlichen Nahrungsmitteln ist der B12-Gehalt dagegen eher gering.

Entscheidend für den Anteil an Magnesium in der Nahrung, ist seine Konzentration im Boden. Diese wirkt sich nicht nur auf die Pflanzenwelt, sondern — durch die Nahrungsaufnahme — auch auf große Teile der Tierwelt (Pflanzenfresser) aus.

Die folgenden Lebensmittel beinhalten zum Beispiel Magnesium (Angaben in Milligramm pro 100 Gramm):

Hoher Magnesiumgehalt:

  • Cashewnüsse (270 mg)
  • Mandeln (220 mg)

Mittlerer Magnesiumgehalt:

  • Zartbitterschokolade (149 mg)
  • Weizenvollkornmehl Type 1700 (140 mg)
  • Walnüsse (130 mg)
  • Blattspinat gegart (43 mg)
  • Edamer (37 mg)
  • Bananen (36 mg)

Niedrigerer Magnesiumgehalt:

  • Scholle gegart (24 mg)
  • Apfelsinen (14 mg)
  • Kuhmilch (12 mg)
  • Weizenmehl Type 550 (10 mg)2

Bei einer ausgewogenen Ernährung decken die meisten Menschen ihren täglichen Bedarf an Magnesium in der Regel über den Verzehr von Brot, Milchprodukten oder Obst. Aber auch alkoholfreie Getränke beinhalten oft eine Menge Magnesium. So ist Mineralwasser mitunter ein sehr guter Magnesiumlieferant. Hier lohnt sich in jedem Fall ein genauer Blick auf die Inhaltstoffe einer Wasserflasche, um herauszufinden, wie groß die Menge des enthaltenen Mineralstoffs ist.

Magnesium in Kombination mit Vitamin B12 einnehmen?

Hinsichtlich der Wirkung von Magnesium und Vitamin B12 steht des Öfteren die Frage im Raum, inwieweit Vorteile oder Nachteile entstehen, wenn man beide Vitalstoffe gemeinsam beziehungsweise getrennt voneinander einnimmt. Vor allem bei der Zuführung von nahrungsergänzenden Präparaten zusätzlich zur täglichen Ernährung gehen die Meinungen auseinander.

Ein gesunder menschlicher Körper nimmt überschüssiges Magnesium und Vitamin B12 gar nicht erst richtig auf, sondern scheidet es einfach aus. Lediglich bei einer eingeschränkten Nierenfunktion besteht die Gefahr eines Magnesiumüberschusses, der sich durch eine sogenannte Hypermagnesiämie äußert. Symptome dieser Krankheit sind beispielsweise Durchfall, Schwäche, niedriger Blutdruck oder eine Reduktion der Muskelreflexe. Bei solchen Anzeichen sollten Sie unbedingt den Arzt aufsuchen. Im Allgemeinen kann jedoch Entwarnung gegeben werden, solange man sich an die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. hält.1 Zusätzliche Sicherheit gibt, wer seine Blutwerte regelmäßig von seinem Arzt überprüfen lässt.

Jan Zimmermann
Medizinredakteur und Medienwissenschaftler
Themenvorschläge? Anregungen? Schreiben Sie uns!
E-Mail schreiben